Das Leben ist dein Lehrer

1024 538 Svetlana Leiber

Wir haben viele Lehrer in unserem Leben.
Wir haben Lehrer in der Schule.
In unserer Ausbildung. An der Universität.
Wir haben Sportlehrer, Musiklehrer und Lehrer für Lebensführung, Spiritualität und Selbst-Aktualisierung.

Das Leben ist der vollkommene Guru

Doch an einem gewissen Punkt wird das Leben selbst dein wichtigster Lehrer. Dein Guru und dein Meister (oder deine Meisterin, wenn dir das besser gefällt).

Du erkennst, dass das Leben dich in jedem Moment mit dem konfrontiert, was du brauchst, um dich selbst in der Tiefe kennen zu lernen. Um immer klarer und bewusster zu werden und aus hirngespinstigen Illusionen, aus starren mentalen Konzepten und begrenzenden emotionalen Reaktivismen auszusteigen.

  • Das Leben schleift wie ein erfahrener Juwelier deine Ecken und Kanten und bringt die Facetten deiner einzigartigen Essenz zum Funkeln und Strahlen – wie bei einem kostbaren Diamanten.
  • Das Leben knetet und formt dich mit liebevollen und achtsamen Händen wie ein virtuoser Skulpteur zu jenem Meisterwerk, das du in deinem Kern schon bist.
  • Das Leben schlägt dir wie ein gestrenger Zenmeister dann auf den Rücken, wenn du dich einlullen lässt, wenn du träge wirst und während der «großen Meditation», die man Leben nennt, einzuschlafen drohst.
  • Das Leben schickt dir wie der beste Regisseur exakt die Mitspieler, die deine inneren «Knöpfe» drücken und dir zeigen, wo du noch nicht frei und geschmeidig bist. Und es schickt dir in wohlwollender Güte jene Menschen, die das Höchste und Beste in dir erkennen können und dich darin unterstützen, es hervorzubringen.
  •  Das Leben schickt dir auch den frustrierten Busfahrer, der seinen winzigen Spielraum an Macht dadurch auskostet, dass er dir die Türe vor der Nase schließt und davonfährt – um dir zu zeigen, dass sich auch in dir Frustration und Aggression angestaut haben. (Denn du wirst frustriert und wütend sein und diesen Umstand natürlich auf dieses äußere Ereignis schieben!)
  • Das Leben zeigt dir, während du schon etwas weniger frustriert auf den nächsten Bus wartest, was vollkommene Hingabe ist, wenn es dich die Zigarettenkippe beobachten lässt, die vom Wind über die Straße geweht wird: Sie ist völlig frei von jedem Widerstand.
Das Leben irrt sich nicht

Irgendwann erkennst du, was immer auch passiert: Das Leben irrt sich nicht. Wir verstehen manchmal nicht sofort, warum etwas geschieht. Wie denn auch? Der Verstand ist begrenzt und kann das ganze große Mandala des Lebens niemals be-greifen. So gerne er das auch möchte, er wird niemals Zugriff bekommen auf etwas, was so unendlich viel größer und komplexer ist.

DU KANNST AUS DEM LEBEN, AUS DIESEM BESTÄNDIGEN, WIRBELNDEN, MULTIDIMENSIONALEN STROM AN LIFE-FORCE-ENERGY KEIN FIXES OBJEKT MACHEN.

Du kannst das Leben nicht zusammenzurren, in deine mentalen Schublädelchen einordnen und kontrollieren. Verstehen, Wissen, Analysieren und Kontrolle haben ist das, was das Ego so gerne möchte.

Präsenz ist Akzeptanz

Aber auch, wenn wir noch nicht verstehen, warum etwas gerade geschieht, so können wir vertrauen, dass es einen Sinn hat. Dass diese kleinen und großen Geschehnisse, die so chaotisch wirken, wenn man mittendrin steckt, in die Gesamtheit einer großen Ordnung eingebettet sind. Vielleicht erkennen wir rückblickend, was uns Gutes aus einer Situation erwachsen ist. Vielleicht erkennen wir es auch niemals – und trotzdem können wir auf einer tiefen Ebene einverstanden sein mit dem, was geschieht.

Alle großen Schulen und Wege lehren Akzeptanz. Gemeint ist nicht Passivität, Resignation oder gar Agonie. Zu akzeptieren, was ist, bedeutet nicht, deine Macht aufzugeben und die Fähigkeit, zu handeln. Es bedeutet nicht, keine Grenzen zu setzen. Akzeptanz bedeutet, präsent zu sein mit dem, was gerade ist.

Den Widerstand loslassen

Akzeptanz bedeutet auch, in einem ersten Schritt deinen Widerstand gegen das, was das Leben dir gerade präsentiert, überhaupt zu erkennen. Und ihn in einem weiteren Schritt, der sich organisch anschließt und der vom Willen nicht erzwungen werden kann, immer mehr aufzugeben und schmelzen zu lassen. Dich in das, was ist, hinein zu entspannen.

Denn wenn ich im Widerstand bin, lasse ich mich vom Leben nicht mehr berühren. Das Leben kann mich nicht lehren, führen, formen, kneten, schleifen und aufwecken. Dann bin ich blind für die großen und vor allem für die kleinen, feinen subtilen Lektionen, die es mir schenkt. Und für all das Gute, Schöne, Kostbare, das das Leben mir auch schenken möchte.

Was Corona dich lehren kann

Wenn die aktuelle Situation, die das Leben dir mit dem Coronavirus (und allen damit verbundenen Maßnahmen und Reaktionen) präsentiert, keine Bestrafung ist, sondern eine wichtige Lektion für ich bereithält:

WAS KANNST DU LERNEN IN DIESER AKTUELLEN KRISE?
WAS MÖCHTE DAS LEBEN DICH LEHREN?

  • Wie würdest du mit dieser kollektiven Fastenzeit umgehen, mit der Unsicherheit und dem Nicht-Wissen und mit allem, was die Situation in dir an Themen wie Angst, Ohnmacht, Kontrollverlust, Wut und Trauer berührt und erweckt?
  • Gegen was mehr als gegen Covid-19 kannst du – metaphorisch gesprochen – Antikörper entwickeln, das heißt mehr Resilienz, mehr innere und äußere Kraft, gesündere Grenzen?
  • Wo in deinem Leben kannst du heute die Kontrolle des Egos sich entspannen lassen und dich der Führung des Lebens überlassen?

LET LIFE LEAD YOU.

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